Wendung von Kindern aus Beckenend- und Querlage ab SSW 36

Ab und zu liegen die Kinder zur Geburt nicht mit dem Kopf unten. Eine Geburt aus Steißlage, also mit dem Po voran, ist etwas komplikationsträchtiger. So kann es z.B. Probleme geben, wenn die Arme nach oben geschlagen sind und gelöst werden müssen. Daher wird heutzutage in dieser Situation häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt. Die anhaltende Querlage ist sogar geburtsunmöglich. Um einen Kaiserschnitt zu vermeiden, kann man versuchen, das Kind im Mutterleib zu drehen. Die Chancen, dass dieses gelingt, liegen unter günstigen Voraussetzungen bei ca. 70%. Daher führen wir vor diesem Eingriff eine Ultraschalluntersuchung durch, so dass wir Sie individuell über die Erfolgsaussichten informieren.

In seltenen Fällen gerät das Kind bei einem Wendungsmanöver in eine stärkere Stresssituation. Sollte es sich nicht schnell erholen, kann es nötig werden, einen Kaiserschnitt durchzuführen. Deshalb steht aus Sicherheitsgründen ein komplettes OP-Team im benachbarten Kreißsaal bereit. Aber keine Sorge:
Im Normalfall bleibt es lediglich bei der Bereitschaft.